Methodik

Der BI-Index Zukunfts­fähigkeit

Der BI-Index setzt sich aus 26 Indikatoren aus den Bereichen Demografie, Wirtschaft, Bildung und sozialen Bedingungen zusammen.

Für die Indikatoren im Index wurden die Rohdaten aus den zum Stichtag im Frühjahr 2026 aktuellen, auf Kreisebene verfügbaren amtlichen Statistiken ermittelt und benotet.

Die Notengebung entspricht jener des Schulsystems. Eine 1 ist die beste, eine 6 die schlechteste Wertung. Welche Note ein Kreis oder ein Bundesland bekommt, hängt davon ab, wie stark er bei einem bestimmten Indikator vom Durchschnitt aller 400 Kreise abweicht (gemessen in Standard­abweichungen).

Die einzelnen Bewertungen der Indikatoren wurden als Mittelwert für die vier Dimensionen als Zwischennoten zusammen­gefasst. Aus den vier Zwischennoten wurde dann die Gesamt­bewertung berechnet. Die Zwischennoten Demografie und Wirtschaft wurden zu je einem Drittel, Bildung und Soziales zu je einem Sechstel gewichtet.

Indikatoren und Zusammen­setzung

Gesamtbewertung
Demografie 1/3
  • Zusamengefasste Geburtenziffer
  • Anteil unter 35-jähriger
  • Durchschnittliche Lebenserwartung
  • Wanderungssaldo
  • Anteil über 74-jähriger
  • Bevölkerungsvorausberechnung (2024 bis 2045)
Wirtschaft 1/3
  • Verfügbares Einkommen
  • Bruttoinlandsprodukt je sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
  • Kommunale Schulden
  • Anteil sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen
  • Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter im Alter von 50 bis 64 Jahren
  • Aufstocker
  • Innovationskraft
  • Beschäftigung von Menschen ohne deutschen Pass
  • Ausländische Beschäftigte mit anerkanntem und/oder akademischem Abschluss
  • Trendnote Wirtschaft
Bildung 1/6
  • Anteil der Schulabgänger ohne Schulabschluss
  • Arbeitslosenquote unter den 15- bis 24-Jährigen
  • Anteil hoch Qualifizierter unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
  • Ausbildungsplätze je 100 Nachfragende
Soziales 1/6
  • Anteil der unter 3-Jährigen in Ganztagsbetreuung
  • Elterngeldbezug
  • Einbürgerungen
  • Erholungsfläche je Einwohner:in
  • Vereine je 1.000 Einwohner:in
  • Kinderarmut

Indikatoren

Demografie (6 Indikatoren)

Zusamengefasste Geburtenziffer

Bei gleichbleibender Lebenserwartung bleibt eine Gesellschaft zahlenmäßig stabil, wenn rechnerisch jede Frau im Mittel 2,1 Kinder bekommt. Unterhalb dieses Wertes würde die Bevölkerung schrumpfen, es sei denn, die Lebenserwartung steigt oder Menschen aus dem Ausland wandern zu. Die zusammengefasste Geburtenziffer für ein bestimmtes Jahr bezeichnet die Zahl der Kinder, die eine Frau durchschnittlich im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn die altersspezifischen Geburtenziffern aller Altersgruppen zwischen 15 und 44 Jahren so blieben wie zum Zeitpunkt der Erhebung. Die zusammengefasste Geburtenziffer wird häufig vereinfachend als Kinderzahl je Frau bezeichnet.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Codes: 12612-93-01-4 und 12411-02-03-4. Eigene Berechnungen.

Stand
Einheitje Frau

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Landkreis Kaiserslautern
Rheinland-Pfalz
2,07 · Note 1
Minimum
Weimar
Thüringen
0,970 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Anteil unter 35-jähriger

Ein hoher Anteil unter 35-Jähriger an der Bevölkerung ist ein Zeichen dafür, dass in den entsprechenden Regionen auf längere Sicht ausreichend Erwerbsfähige wie auch potenzielle Familiengründer:innen leben.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Code: 12411-02-03-4. Eigene Berechnungen.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Heidelberg
Baden-Württemberg
48,9 · Note 1
Minimum
Spree-Neiße
Brandenburg
25,1 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Durchschnittliche Lebenserwartung

Die Gesundheit und damit die Lebenserwartung werden maßgeblich durch die sozioökonomische Lage mitbestimmt. In Regionen, in denen die Bewohner:innen durchschnittlich weniger privilegiert sind, erkranken die Menschen häufiger und sterben früher.

Daten­grundlage

Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB).

Stand
EinheitJahre

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Starnberg
Bayern
83,6 · Note 1
Minimum
Pirmasens
Rheinland-Pfalz
76,7 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Wanderungssaldo

Wie viele Menschen in Regionen einwandern beziehungsweise sie verlassen, ist ein Zeichen für ihre Attraktivität. Je höher der Wanderungssaldo, desto beliebter die Region. Da vor allem 20- bis 39-Jährige wandern, verjüngen Wanderungsgewinne die Bevölkerung tendenziell, bei Verlusten bleiben insbesondere Ältere zurück. Zudem sind gut qualifizierte Menschen mobiler, weshalb Wanderungen auch Auswirkungen auf die Arbeitsmärkte haben.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Codes: 12711-04-02-4 und 12411-02-03-4. Eigene Berechnungen.

Stand
Einheitje 1.000 Einwohner:innen

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Dahme-Spreewald
Brandenburg
16,1 · Note 1
Minimum
Stuttgart
Baden-Württemberg
0,300 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Anteil über 74-jähriger

Oberhalb eines Alters von 74 Jahren steigt die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden. Die Alterung der Bevölkerung fordert damit auch Kommunen und Sozialkassen, sich auf die neue demografische Realität einzustellen.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Code: 12411-02-03-4. Eigene Berechnungen.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Geringer ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Minimum
Frankfurt am Main
Hessen
7,79 · Note 1
Maximum
Suhl
Thüringen
17,2 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Bevölkerungsvorausberechnung (2024 bis 2045)

Die Prognose berücksichtigt die Entwicklung der Fertilität, der Lebenserwartung sowie die Zu- und Abwanderungen innerhalb Deutschlands und über die Grenzen.

Daten­grundlage

CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Dahme-Spreewald
Brandenburg
17,1 · Note 1
Minimum
Suhl
Thüringen
−30,4 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen
Wirtschaft (10 Indikatoren)

Verfügbares Einkommen

Trendnote verfügbar

Die Lebensqualität einer Region hängt auch vom Einkommen der privaten Haushalte ab. Das verfügbare Einkommen gibt an, wie viel Geld einer Person pro Jahr im Mittel zur Verfügung steht, nachdem sie alle Steuern und Sozialabgaben gezahlt und alle monetären Sozialleistungen erhalten hat.

Daten­grundlage

Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder. Einkommen der privaten Haushalte in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 1995 bis 2023 Reihe 2, Kreisergebnisse Band 3.

Stand
EinheitEuro je Einwohner:in

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Starnberg
Bayern
44.520 · Note 1
Minimum
Gelsenkirchen
Nordrhein-Westfalen
20.138 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Bruttoinlandsprodukt je sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Trendnote verfügbar

Das Bruttoinlandsprodukt beschreibt die Wirtschaftskraft eines Landkreises oder einer Stadt.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Code: 82000-01-01-4-B.

Stand
EinheitEuro je sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Ingolstadt
Bayern
176.358 · Note 1
Minimum
Erzgebirgskreis
Sachsen
64.837 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Kommunale Schulden

Trendnote verfügbar

Eine hohe Verschuldung hindert Kommunen daran, in die Zukunft zu investieren. Verschuldete Kommunen müssen an „freiwilligen Leistungen“ sparen, wozu viele Angebote im Jugend-, Sport- und Kulturbereich sowie für die Teilhabe von Migrant:innen und älteren Menschen gehören.

Daten­grundlage

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), „Kommunale Schulden. Laufende Raumbeobachtung des BBSR: Raumgliederungssystem des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zum Gebietsstand 31.12.2024“.

Stand
EinheitEuro je Einwohner:in

Benotungsschlüssel

Geringer ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Minimum
Stadtkreis Heilbronn
Baden-Württemberg
8,36 · Note 1
Maximum
Pirmasens
Rheinland-Pfalz
10.535 · Note 6
Daten verfügbar für 391 von 400 Kreisen

Anteil sozialversicherungspflichtig beschäftigter Frauen

Trendnote verfügbar

Angesichts des demografischen Wandels ist es wichtig, dass möglichst viele Erwerbsfähige auch eine Arbeit aufnehmen können. Eine hohe Erwerbsbeteiligung von Frauen hat deshalb eine hohe Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit der Regionen.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Codes: 13111-06-02-4 und 12411-02-03-4. Eigene Berechnungen.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Hildburghausen
Thüringen
82,4 · Note 1
Minimum
Gelsenkirchen
Nordrhein-Westfalen
52,6 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter im Alter von 50 bis 64 Jahren

Trendnote verfügbar

Die Beschäftigungsquote von älteren Menschen zeigt an, wie gut es gelingt, Menschen bis zum Renteneintrittsalter im Beruf zu halten. Mit der Alterung der Bevölkerung gewinnt dies an Bedeutung.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Codes: 13111-06-02-4 und 12411-02-03-4. Eigene Berechnungen.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Vechta
Niedersachsen
70,2 · Note 1
Minimum
Eifelkreis Bitburg-Prüm
Rheinland-Pfalz
46,0 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Aufstocker

Trendnote verfügbar

Ein hoher Anteil an Personen, die zugleich abhängig beschäftigt sind und Arbeitslosengeld II beziehen, signalisiert Probleme bei der Arbeitsmarktteilhabe der Menschen. Entweder arbeiten sie, aber das Gehalt reicht nicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, oder sie arbeiten in geringem Stundenumfang und eine umfassende Teilhabe am Arbeitsmarkt gelingt nicht.

Daten­grundlage

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), „(SDG 8) Erwerbstätige Aufstocker. Laufende Raumbeobachtung des BBSR: Raumgliederungssystem des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zum Gebietsstand 31.12.2024“.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Geringer ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Minimum
Donau-Ries
Bayern
13,6 · Note 1
Maximum
Weimar
Thüringen
26,2 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Innovationskraft

Trendnote verfügbar

Eine hohe Gründungsdynamik spiegelt die Innovationskraft einer Region wider. Sie zeigt unter anderem die Resilienz von Regionen im wirtschaftlichen Strukturwandel an.

Daten­grundlage

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), „(SDG 9) Existenzgründungen. Laufende Raumbeobachtung des BBSR: Raumgliederungssystem des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zum Gebietsstand 31.12.2024“.

Stand
Einheitje 1.000 Einwohner:innen

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Leverkusen
Nordrhein-Westfalen
14,9 · Note 1
Minimum
Oberspreewald-Lausitz
Brandenburg
3,49 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Beschäftigung von Menschen ohne deutschen Pass

Trendnote verfügbar

In Deutschland sind ausländische Staatsbürger:innen häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als deutsche. Je kleiner der Abstand zwischen den Beschäftigungsquoten beider Gruppen, umso besser gelingt die Arbeitsmarktteilhabe internationaler Staatsbürger:innen. Bei einem Wert von 100 wären beide Quoten gleich. Darunter liegt die Quote für internationale Beschäftigte unter der allgemeinen Beschäftigungsquote.

Daten­grundlage

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), „(SDG 10) Beschäftigungsquote - Ausländer. Laufende Raumbeobachtung des BBSR: Raumgliederungssystem des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zum Gebietsstand 31.12.2024".

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Straubing-Bogen
Bayern
78,5 · Note 1
Minimum
Merzig-Wadern
Saarland
26,8 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Ausländische Beschäftigte mit anerkanntem und/oder akademischem Abschluss

Trendnote verfügbar

Viele Branchen haben auch durch den demografischen Wandel bedingt mit einem Mangel an Fachkräften zu kämpfen. Ein hoher Anteil qualifizierter Beschäftigter mit einer anderen als der deutschen Staatsangehörigkeit zeigt, wie gut es Regionen gelingt, internationale Fachkräfte zu gewinnen und ihnen die Teilhabe am regionalen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Code: 13111-12-03-4. Eigene Berechnungen.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Jena
Thüringen
71,0 · Note 1
Minimum
Cloppenburg
Niedersachsen
25,7 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Trendnote Wirtschaft

Für die Bewertung der Zukunftsfähigkeit einer Region ist nicht nur der gegenwärtige Zustand relevant, sondern auch die Entwicklung der vergangenen Jahre – also die Frage, ob es bergauf oder bergab geht. Für den Bereich Wirtschaft wurde deshalb eine Trendnote berechnet. Die Trendnote Wirtschaft bewertet, wie sich die entsprechenden Indikatoren zwischen zwei Zeiträumen prozentual entwickelt haben. Die beiden Zeiträume umfassen dabei zusammen immer die acht aktuell verfügbaren Jahre eines Indikators. Die Benotung des Entwicklungstrends folgt der gleichen Methodik wie die Bewertung der anderen Indikatoren. Für den Bereich Demografie bildet die Bevölkerungsprognose den Trend in der Indikatorenauswahl ab.

Daten­grundlage

siehe Indikatoren der Dimension Wirtschaft. Eigene Berechnungen.

EinheitMittelwert
Bildung (4 Indikatoren)

Anteil der Schulabgänger ohne Schulabschluss

Schüler:innen, die die Schule ohne einen Abschluss verlassen, haben es später erheblich schwerer, einen guten Job zu finden, und haben oft schlechtere gesellschaftliche Teilhabechancen.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Code: 21111-02-06-4. Eigene Berechnungen.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Geringer ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Minimum
Neumarkt i.d.OPf.
Bayern
1,74 · Note 1
Maximum
Stendal
Sachsen-Anhalt
17,9 · Note 6
Daten verfügbar für 384 von 400 Kreisen

Arbeitslosenquote unter den 15- bis 24-Jährigen

Ein hoher Anteil jugendlicher Arbeitsloser deutet auf deren niedrige Qualifikation und/oder einen geringen Bedarf an Nachwuchs im Berufsleben hin. Regionen, in denen Jugendliche geringe Chancen auf einen Arbeitsplatz haben, drohen Abwanderung und Einbußen bei der Wettbewerbsfähigkeit.

Daten­grundlage

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), „Jüngere Arbeitslose. Laufende Raumbeobachtung des BBSR: Raumgliederungssystem des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zum Gebietsstand 31.12.2024“.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Geringer ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Minimum
Tübingen
Baden-Württemberg
0,850 · Note 1
Maximum
Uckermark
Brandenburg
6,60 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Anteil hoch Qualifizierter unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

Viele Arbeitskräfte mit einem akademischen Berufsabschluss zeigen unter anderem, inwiefern in Regionen Arbeitsplätze in zukunftsfähigen Wirtschaftsbereichen vorhanden sind.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Code: 13111-11-04-4. Eigene Berechnungen.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Kreisfreie Stadt München
Bayern
42,4 · Note 1
Minimum
Südwestpfalz
Rheinland-Pfalz
6,61 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Ausbildungsplätze je 100 Nachfragende

Die Passung zwischen der Nachfrage nach und dem Angebot von Ausbildungsplätzen signalisiert, wie gut es in der Region gelingt, Jugendlichen einen beruflichen Einstieg zu ermöglichen. Weicht das Angebot stark nach oben ab, bleiben Stellen unbesetzt, weicht es nach unten ab, fehlen Plätze für Interessierte. Die Bewertung weicht deshalb vom üblichen Vorgehen ab.

Daten­grundlage

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), „Ausbildungsplätze. Laufende Raumbeobachtung des BBSR: Raumgliederungssystem des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zum Gebietsstand 31.12.2024“.

Stand
Einheitje 100 Nachfragende

Benotungsschlüssel

Nahe 110,8 ist am besten

Unterhalb des Optimums: höher ist besser

Oberhalb des Optimums: geringer ist besser

Kleinster und größter Wert

Minimum
Berlin
Berlin
87,2 · Note 6
Maximum
Tirschenreuth
Bayern
148 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen
Soziales (6 Indikatoren)

Anteil der unter 3-Jährigen in Ganztagsbetreuung

Ein hoher Anteil an unter Dreijährigen, die ganztägig eine Kindertagesstätte besuchen können, erleichtert es mehr Eltern, Berufs- und Familienleben miteinander zu vereinbaren.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Code: AI-N-05.

Stand
EinheitProzent

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Weimarer Land
Thüringen
58,4 · Note 1
Minimum
Freyung-Grafenau
Bayern
1,60 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Elterngeldbezug

Die Sorge und Betreuung von Kindern übernehmen immer noch vor allem Frauen. Beziehen viele Väter Elterngeld, weist das darauf hin, dass sie sich an der Sorgearbeit beteiligen. Eine partnerschaftliche Aufteilung ermöglicht Frauen dabei besser am Arbeitsmarkt teilzuhaben, sich beruflich zu entwickeln und finanziell unabhängig zu bleiben. Ein Wert von 1 entspricht einer Geschlechterparität, bei einem höheren Wert beziehen mehr Frauen als Männer Elterngeld, bei einem niedrigeren mehr Männer.

Daten­grundlage

Statistisches Bundesamt. Codes: 22922-0121 und 22922-0111. Eigene Berechnungen.

Stand
EinheitElterngeld beziehende Mütter je Elterngeld beziehendem Vater

Benotungsschlüssel

Geringer ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Minimum
Jena
Thüringen
1,85 · Note 1
Maximum
Wilhelmshaven
Niedersachsen
6,74 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Einbürgerungen

Zuwanderung ist ein wichtiger Faktor für die demografische Entwicklung. Mit einer Einbürgerung erhalten Zugewanderte alle umfassenden Rechte und Pflichten von Staatsbürger:innen. Die Einbürgerungsquote zeigt an, inwiefern Menschen sich dauerhaft für ein Leben in Deutschland entscheiden.

Daten­grundlage

Statistische Ämter des Bundes und der Länder. Code: AI002-5.

Stand
Einheitje 100 Ausländer:innen

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Rendsburg-Eckernförde
Schleswig-Holstein
5,60 · Note 1
Minimum
Görlitz
Sachsen
0,200 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Erholungsfläche je Einwohner:in

Erholungsflächen bieten den Menschen Raum für Sport, Erholung und vielfältige Freizeitaktivitäten. Gerade in ländlichen Regionen können viele und große Erholungsflächen ein Standortfaktor sein.

Daten­grundlage

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), „Erholungsfläche je Einwohner. Laufende Raumbeobachtung des BBSR: Raumgliederungssystem des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zum Gebietsstand 31.12.2024“.

Stand
EinheitQuadratmeter

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Altmarkkreis Salzwedel
Sachsen-Anhalt
389 · Note 1
Minimum
Kaufbeuren
Bayern
14,1 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Vereine je 1.000 Einwohner:in

Eine hohe Vereinsdichte zeigt, dass Menschen vor Ort mitgestalten und stärkt in der Regel den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Daten­grundlage

ZiviZ im Stifterverband., „ZIVIZ-SURVEY 2023. Vereine je 1000 Einwohner:innen, 2022.“, 2023, https://www.ziviz.de/sites/ziv/files/ziviz-survey_2023_hauptbericht.pdf.

Stand
Einheitje 1.000 Einwohner:innen

Benotungsschlüssel

Höher ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Maximum
Lüchow-Dannenberg
Niedersachsen
14,0 · Note 1
Minimum
Bremerhaven
Bremen
4,07 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Kinderarmut

Wachsen Kinder in Armut auf, prägt das ihr Leben oft langfristig durch geringere Bildungschancen und Hemmnisse auf dem Arbeitsmarkt. Eine hohe Kinderarmutsquote spiegelt deshalb in besonderem Maße künftige Herausforderungen für die betroffenen Regionen wider.

Daten­grundlage

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), „(SDG 1) Armut - Kinderarmut. Laufende Raumbeobachtung des BBSR: Raumgliederungssystem des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zum Gebietsstand 31.12.2024“.

Stand
Einheitje 100 Einwohner:innen unter 15 Jahren

Benotungsschlüssel

Geringer ist besser

Bester und schlechtester Kreis

Minimum
Landkreis Ansbach
Bayern
2,52 · Note 1
Maximum
Gelsenkirchen
Nordrhein-Westfalen
36,7 · Note 6
Daten verfügbar für 400 von 400 Kreisen

Die Bevölkerungs­prognose

Die Bevölkerungs­prognose basiert auf der Kohorten-Komponenten-Methode. Dabei wird die Bevölkerung aller deutschen Landkreise und kreisfreien Städte nach Geschlecht und Altersjahren jahrgangsweise fort­geschrieben. Der Bevölkerungs­stand zum 31.12.2024 ist der Ausgangspunkt der Prognose, der Prognose­horizont reicht bis 2045. Die Fortschreibung erfolgt bottom-up auf Kreisebene; Länder- und Bundeswerte ergeben sich aus der Aggregation der regionalen Ergebnisse.

Geborene

Die Zahl der Geborenen wird über regions- und alters­spezifische Fertilitäts­raten geschätzt. Grundlage sind die beobachteten Geborenen nach dem Alter der Mutter sowie die Zahl der Frauen in den entsprechenden Altersjahren. Berücksichtigt werden Mütter aller Altersgruppen. Das Modell prognostiziert die Zahl der Geborenen, nicht die Zahl der Geburten. Das heißt, dass Mehrlings­geburten entsprechend der Zahl der geborenen Kinder eingehen. Die Berechnung erfolgt zunächst für die Geborenen insgesamt und wird anschließend auf Mädchen und Jungen verteilt. Zusätzlich wird der regionale Zehnjahres­trend der Fertilität berücksichtigt. Steigende Trends fließen in die Prognose ein, während stark rückläufige Entwicklungen der letzten Jahre aufgrund des bereits sehr niedrigen Geburten­niveaus nicht unbegrenzt fort­geschrieben werden.

Sterbefälle

Die Sterbefälle werden über regions-, alters- und geschlechts­spezifische Sterbe­wahrscheinlich­keiten berechnet. Grundlage ist ein Fünfjahres­mittel der Sterbe­wahrscheinlich­keiten, um kurzfristige Ausschläge, insbesondere pandemie­bedingte Sondereffekte, nicht ungedämpft fort­zuschreiben. Die Sterbefälle liegen regional in der Regel bis zum 85. Lebensjahr differenziert vor. Für die höheren Altersjahre werden Sterbe­wahrscheinlich­keiten auf Basis der Sterbetafeln der Bundesländer geschätzt. Zusätzlich wird ein regional- und geschlechts­spezifischer Zehnjahres­trend berücksichtigt, der Veränderungen der Sterbe­wahrscheinlich­keiten im Prognose­verlauf abbildet.

Wanderungen

Die Schätzung zukünftiger Wanderungen (Zu- und Fortzüge) geht mit einer hohen Unsicherheit einher. Modelliert werden Zu- und Fortzüge nach Region, Alter und Geschlecht. Berücksichtigt werden sowohl Binnen­wanderungen innerhalb Deutschlands als auch Außen­wanderungen über die Bundesgrenze. Regionale Faktoren wie Arbeitsmarkt, Hochschul­standorte, Urbanisierung, Sub­urbanisierung, Erreichbarkeit oder Wohnungsmärkte fließen implizit über die beobachteten regionalen Wanderungs­muster ein.

Die Binnen­wanderung ist stark altersselektiv. Junge Erwachsene ziehen über­durch­schnittlich häufig in größere Städte und Hochschul- bzw. Arbeitsmarkt­zentren. Familien, ältere Erwerbs­personen und Teile der älteren Bevölkerung weisen dagegen häufiger Wanderungen in das Umland oder in weniger verdichtete Räume auf.

Auch die Außenwanderung ist mit hohen Unsicherheiten verbunden. Zentrale Herkunfts­länder, insbesondere in Ost- und Südosteuropa, befinden sich selbst in demografischen Schrumpfungs­prozessen. Dadurch kann das Potenzial mobiler Erwerbs­personen langfristig zurückgehen. Zugleich bestehen in anderen Weltregionen hohe demografische Potenziale, deren tatsächliche Wirkung auf die Zuwanderung nach Deutschland jedoch stark von politischen und institu­tionellen Rahmen­bedingungen abhängt.

Die Hauptvariante der Prognose verbindet die reguläre Komponenten­fort­schreibung mit den zum Zeitpunkt der Berechnung belastbar verfügbaren Informationen zur Bevölkerungs­entwicklung. Verfügbare Schnell­meldungen zu Wanderungen des Jahres 2025 auf Bundes- und Länderebene fließen ein. Sie liegen nicht kreisscharf vor, die Anpassung erfolgt deshalb bundes­land­spezifisch. Für 2026 wird zwischen dem angepassten Wert 2025 und dem langfristigen Grundansatz interpoliert; ab 2027 greift der reguläre Fort­schreibungs­ansatz. Das Jahr 2022 wird aufgrund der außer­gewöhnlichen Zuwanderung infolge des Kriegs in der Ukraine nicht als Normaljahr in die zentrale Wanderungs­annahme einbezogen.

Ein ausführlicher Methoden­bericht zur Prognose steht auf der Website des Berlin-Instituts zur Verfügung.